Drei Runden (3-5) Generationscup in Heidesheim

Bevor es zum Bericht geht, erst mal ein Warm-up.

Weiß am Zug. Warm geworden? Gut!

3. Runde

Die Runde wird von Johannes und Adrian eröffnet. Johannes baut milden Druck auf dem Damenflügel auf, aber wird durch einen Bauernsturm zum Rückzug gezwungen. Adrian öffnet das Zentrum und baut seinen Vorteil aus. Alles endet als Adrian ein fatales Schach gibt, was zu einer Windmühle führt. Johannes gibt auf.

Weiter geht es mit Erik und Fabrice. Erik geht auf ein Abenteuer und probiert eine neue Eröffnung aus. Leider hat er sich bei Fabrice den falschen Gegner dafür ausgesucht und ein wenig später büßt er eine Figur dafür ein. Er sieht es ein, Fabrice nimmt den Sieg mit nach Hause.

Nicht viel besser läuft die Eröffnung bei Florian gegen Leon. Früh macht Leon Druck und lässt nie nach. Trotz verschiedenster Versuche kann Florian nicht den vorgedrungenen D-Bauer aufhalten und Leon gewinnt.

Apropos schwierige Eröffnungen, auch Hans kommt nur schwer aus der Eröffnung gegen Dzvinka raus. Türme und Läuferpaar kontrollieren viele Felder im Zentrum und dringen ein. Hans schafft es die Damen zu tauschen und sogar eine Qualität zu gewinnen, sodass die Spieler sich auf ein Remis einigen.

Hungrig gehen beide in die Partie, wir hatten beide nicht die Chance was zu essen. Es stellt sich heraus, dass Thomas schneller einknickt, und ich schaffe es ein gutes Endspiel zu bekommen, das ich auch verwerten kann.

Am Abend finden wir nur Helmut vor Ort, Simon ist ein wenig verpeilt… Aber kurze Zeit später einigen sich beide auf einen neuen Termin und Helmut bringt reichlich Energie mit. Er baut viel Druck auf und wickelt in ein gewonnenes Damenendspiel ab, was er auch verwertet.

Zunächst beginnen beide mit einem symmetrischen Aufbau, aber kurz nach der Eröffnung etabliert Mateo einen Läufer auf d6 und erobert einen Bauern. Johanna bekommt einen zurück und eine Menge Figuren verlassen das Brett. Es geht in einem Springerendspiel weiter, indem Johanna lange gut kämpft, aber letztendlich den Faden verliert und Mateo gewinnt.

Auf Brett 1 startet Jürgen stark und baut sich mächtig im Zentrum auf. Er lässt seine Walze weiterlaufen und setzt Paul gewaltig unter Druck. Allerdings kann Paul dem Ganzen standhalten und es gehen viele Figuren vom Brett. Dann dreht sich der Spieß aber um und Paul ist am Drücker. Jürgen kämpft weiter, allerdings reicht es nicht und Paul siegt.

4. Runde

Im Spitzenkampf treten Fabrice und Paul gegeneinander an. Allerdings ergeht es dem Paul nicht viel anders als Erik: er kommt nicht gut aus der Eröffnung und Fabrice beharrt auf seinen Vorteil. Ein paar Züge später wird es Paul zu viel und er versucht noch ein Paar wilde Komplikationen, die Fabrice aber meistert. Mit dem Sieg geht Fabrice in alleinige Führung des Turniers, stark.

Am Zweiten Brett spielt Jürgen eine sehr kreative Partie und kontert den modernen Aufbau von Adrian mit einem Vorstoß des H-Bauers. Er spielt danach an alles Brettseiten und Adrian muss schlussendlich die Waffen strecken.

Weiter geht es mit meiner Partie gegen Leon, der gerade Rheinhessenmeister geworden ist. Leon baut ein starkes Zentrum auf und presst vorwärts. Ich schrecke aber nicht zurück und die Partie wird wild. Leon verliert eine Figur, versucht dafür einen Mattangriff aufzubauen. Leider langt es nicht und ich nehme den vollen Punkt mit.

Bei Erik und Simon fliegen viele Figuren vom Brett und es geht schnell in ein Turmendspiel. Erik versucht die Partie am Laufen zu halten, aber es ist Simon, der alsbald einen Vorteil aufbaut. Allerdings kann Erik das Ganze noch bändigen und es geht friedlich aus.

Wieder einmal ist es so weit: der el classico. Helmut gegen Thomas. Es geht los mit einem interessanten Kampf um das Zentrum: Helmut besetzt es und Thomas attackiert. Es gehen irgendwann eine Menge Figuren vom Brett und auch hier teilen sich die Spieler den Punkt.

Weiter geht es mit Florian und Johannes. Hier geht es auch in Endspiel, indem es so wirkt als müsste Florian verlieren. Florian sieht es allerdings heute nicht ein zu verlieren und befreit sich auf wundersame Art und Weise. Johannes probiert es weiter, aber als die Läufer auch noch vom Brett gehen geht nichts mehr, Remis.

Ein weiteres Jugendduell findet zwischen Dzvinka und Mateo statt. Mateo kommt gut aus der Eröffnung heraus und Dzvinka findet nie die Zeit zum Rochieren. Wenn der König in der Mitte ist, dann muss man dort auch das Speil öffnen… und so tut es Mateo auch. Dzvinka versucht alles zusammenzuhalten, aber letztendlich dringt der D-Bauer zu weit nach vorne und Mateo nimmt den Sieg mit.

Bei Johanna und Hans geht es recht anders zu. Hier wird eine langsame, positionelle Partie gespielt, in der Johanna einfach alles mal angreift. Hans verteidigt auch lange, aber irgendwann kann er einfach nicht mehr gegenhalten und Johanna bekommt ein paar Bauern. Diese bringt sie auch ins Rollen und Hans kann sie nicht aufhalten, 1-0.

5.Runde

Auf Brett 1 spiele ich gegen Fabrice. Die Eröffnung verläuft ungewöhnlich und wir müssen beide kreativ werden. Fabrice setzt mich unter Druck, verliert aber dann den Faden und seine Dame. Gerade als ich dachte Fabrice müsse jetzt aufgeben, dreht Fabrice auf und versucht einen Mattangriff mit praktisch keinen Figuren zu starten. Schlussendlich kann ich dem Angriff noch entgehen und die Dame stellt sich als zu mächtig heraus.

Nebendran versucht Paul die Festung von Erik zu knacken. Das Problem: Erik hat sich verdammt gut aufgestellt. Paul holt absolut alles aus der Trickkiste heraus und irgendwann klappt es auch, Paul gewinnt. Damit übernimmt er wieder die Turnierführung, aber punktgleich mit Fabrice und mir.

Bei Jürgen und Helmut ist das Ganze ein wenig entspannter. Helmut versucht seinen positionellen Stil wieder anzuwenden, Jürgen ist aber dagegen gerüstet. Es gehen schnell viele Figuren vom Brett und beide bauen sich stark auf. Niemand kann die Festung des anderen brechen und sie teilen sich den Punkt.

Bei Hans Johannes heißt es Zentrum, oder nichts. Beide versuchen die vier Felder für sich zu behaupten und Johannes trickst Hans mit einem Zwischenzug aus. Hans verliert eine Figur, probiert es aber mit Türmen auf der offenen Linie zu kompensieren. Johannes schafft es aber alles abzutauschen und seine Mehrfigur bestimmt das Spiel.

Nun kommen wir zu Leon und Dzvinka. Das spiel wird recht lange ausgekämpft, man würde schon fast nicht vermuten, dass Leon in der Eröffnung etwas eingestellt hätte… Aber jeder, der Leon kennt, weiß dass er nie die Hoffnung verliert und Leon findet einen Weg ein den eingestellten Königsbauern offene Linien für einen Angriff zu machen. Und der Angriff sieht auch beeindruckend aus, nur sein eigener König wirkt ein wenig zurückgelassen… Dzvinka nimmt die Gelegenheit wahr und leitet ihren eigenen Angriff ein. Dieser ist auch schneller und damit endet die Konfrontation zu ihren Gunsten.

 Nach einem langen Spiel braucht ein Zuschauer auch mal wieder was Kurzes. Das findet sich bei Duell der Skandinavisch-Liebhaber. Sie spielen zehn Züge nach Buch, aber der 11.Zug ist schon Matt (siehe Anfangsaufgabe). Danach die Enthüllung: Das Buch sagt auch diese Variante ist schlecht für Schwarz… damit kann Adrian den Titel des Skandinavisch-Champions an sich reißen. Vielleicht wird Florian sich rächen, wer weiß?

Und die Partie der Runde?

Eigentlich hatten wir drei Runden und viele interessante Spiele. Aber alle passen hier nicht hin, also nur das Duell zwischen Thomas und Mateo aus Runde 5.

Thomas kommt mit seinem typischen Königsangriff an und Mateo kontert im Zentrum und am Damenflügel. Es sieht aus, als hätte Mateo alles überstanden als aus dem Nichts sein Springer auf g5 gefangen ist.

Mateo nimmt so viele Bauern, wie er kriegen kann, aber es langt nicht um die Figur zu kompensieren. Trotzdem eine starke Leistung den Thomas so viel zu fordern!

Es wurden viele Spiele gespielt, aber es ist auch noch nichts entschieden. In den kommenden Wochen wird sich noch herausstellen, wer den 2. Generationscup gewinnen wird und es bleibt spannend. Zum Abschluss: Die Tabelle nach der 5.Runde:

(Alex C.)

Drei Runden (3-5) Generationscup in Heidesheim

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