Premiere für die 1. Mannschaft in der 2. Bundesliga

Am 23. Oktober startete die Erste in ihre erste Saison in der 2. Bundesliga Süd. Alle Stammspieler am Brett, hoch motiviert und in Anwesenheit einiger Zuschauer – beste Voraussetzungen, um das Umfeld 2. Bundesliga besser kennenzulernen. Der Gegner an diesem Spieltag und gleichzeitig Reisepartner für die kommenden Doppel-Spieltage: SV 1920 Hofheim.

Gespielt wurde in der Bilingualen Montessori-Schule in Ingelheim, die uns freundlicherweise ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und für eine Ausrichtung perfekt geeignet ist. Ein Blick auf die Mannschaftsaufstellungen zeigte: Hofheim würde mit Großmeistern an den Brettern 1 bis 4 leicht favorisiert in das Duell gehen, aber es versprach, dennoch ein spannender Mannschaftskampf zu werden.

Sehr ausgeglichen ging es dann auch an den Brettern los: Till konnte die Partie mit Schwarz sehr symmetrisch anlegen und jegliche Versuche seines Gegners, die Stellung zu verkomplizieren, ohne Probleme neutralisieren. Hier einigte man sich früh auf Remis. Thore schafft es, sich in einer Mittelspielstellung mit isoliertem Bauern aktiv aufzustellen. Sein Gegner tauschte einige Figuren ab, sodass sich auch die Bauernstruktur immer weiter begradigte. Im Leichtfigurenendspiel wurde kurz darauf Remis vereinbart. Auch Paul hatte es mit einem Großmeister zu tun. Die Partie mündete sehr früh in ein Endspiel, das aber wegen der asymmetrischen Bauernstruktur noch jede Menge Spielmöglichkeiten bot. Paul war hier lange Zeit am Drücker, bis sein Gegner einen Dauerschach-Mechanismus aufbauen konnte: 1,5 – 1,5.

Soweit drei sehr erfolgreiche Remisen, allerdings stand Heidesheim an einigen verbleibenden Brettern unter Druck, ohne konkrete Aussichten auf Sieg an einem der Bretter zu haben. Nach einer Weile ging Eriks Partie verloren, der solide aus der Eröffnung gekommen war, allerdings mit einigem Raumnachteil am Damenflügel zurechtkommen musste, wo sein Gegner Bauer und später Partie gewann. Auch Steffen musste die Segel streichen, nachdem er in einer recht symmetrischen Eröffnungsvariante einen Bauern verlor und später noch zusätzliche Schwächen am Königsflügel verteidigen musste. Christian spielte eine sehr solide Partie, in der das Gleichgewicht vermutlich nie ernsthaft gestört wurde. Beide Seiten hatten ihre halboffene Linie, Hebelmöglichkeiten gab es wenige in der Stellung, sodass im Endspiel der Punkt geteilt wurde.

Beim Stand von 2-4 zeigte ein Blick auf die Bretter bei Johannes und Elmar, dass Mannschaftspunkte heute wohl Fehlanzeige waren. Johannes versuchte, ein Spiel gegen die hängenden Bauern seines Gegners aufzuziehen. Mit erfolgtem Damentausch ging die Partie zwar grundsätzlich in die richtige Richtung, doch auch im Endspiel hatten die gegnerischen Bauern eine hohe Dynamik und viele Vorstoßmöglichkeiten. In Zeitnot spielte er unpräzise, stand schlechter und konnte erst durch einen gegnerischen Fehler kurz vor der Zeitkontrolle das Remis unter Dach und Fach bringen. Elmars Partie dauerte noch länger. Hier wurden die Weichen schon früh durch ein Opfer einer Figur gegen drei Bauern auf komplizierte Verwicklungen gestellt. Allerdings kamen Elmars Bauern nicht ins Laufen, sodass sich die Figur im Endspiel letztlich als stärker erwies.

Endstand: 2,5 – 5,5.

Auch wenn diese Runde noch nichts Zählbares zusammen gekommen ist, war das ein Saisonauftakt mit solidem Schach und einem über weite Strecken offenen Mannschaftskampf, der die Vorfreude auf die nächsten Runden weckt. Am 26.11 und 27.11 geht es dann gegen die beiden Schwergewichte aus Baden-Baden und Ötigheim.

Premiere für die 1. Mannschaft in der 2. Bundesliga

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