1. Mannschaft setzt Siegesserie fort

 

Eine wahre Wundertüte – im Vorfeld war völlig unklar, wieviele und welche der 20 gemeldeten Spieler gegen uns auflaufen würden. Das machte die Vorbereitung dieses Mal doch etwas knifflig. Und zu unserer Überraschung traten die Mainzer erstmals in der Saison vollständig mit acht Spielern an. Auf unserer Seite gab es keine Überraschungen – die ersten acht Stammspieler setzten sich pünktlich um 11:00 Uhr an die Bretter. Mit knapp über 100 DWZ Punkten Vorsprung waren wir auch der Favorit.

Und dass wir unserer Favoritenrolle gerecht werden, zeichnete sich bereits recht früh ab. Die hinteren Bretter legten los wie die Feuerwehr und überrollten nahezu ihre Gegner. Annette startete und konnte mit einer Bauernwalze am Königsflügel bereits nach 2,5 Stunden eine Figur und den ganzen Punkt abgreifen – welch ungewohntes Gefühl, als erste fertig zu sein. Christoph legte einen weiteren Punkt obendrauf. In der Eröffnung zeigte er seinem Gegner ganz klar, wer die Stellung besser beherrschte. Die letzten Opfertricks seines Gegners wehrte er sourverän ab und gewann am Ende. Zwischendurch remisierte Annelen an Brett 4. Nachdem sich alle Bauern ineinander verkeilt hatten, gab es für Annelen keine Möglichkeit mehr voranzukommen. Den nächsten vollen Punkt konnte unser Glückskind des Tages Mani vermelden. Nach gutem Eröffnungsstart und Quallegewinn verlor er plötzlich den Faden und hatte einen Turm gegen zwei Figuren, die auch noch das Läuferpaar bildeten. An der Stelle, an der er nicht mehr weitermusste, stellte sein Gegner einzügig den Turm und die Partie ein. Dem wollte Michi in nichts nachstehen. In der Eröffnung vertiefte er sich knapp eine Stunde in seine Stellung und das hatte sich gelohnt. Er konnte sich mit einer schönen Kombination einen Bauern ergattern. Diesen Vorteil ließ er bis zum Ende nicht mehr los. Elmar setze noch einen oben drauf. In Zeitnot stellte er mit seinem aktiven Figurenspiel seinen Gegner zunehmend vor Probleme, die dieser am Ende nicht mehr zu lösen vermochte. Spätestens da konnten Till und Johannes aufatmen. Johannes hatte in der Eröffnung ein Bauernopfer des Gegners angenommen, für den dieser zunehmend mehr Initiative erhielt. So sah sich Johannes mit teilweise nur einigen Sekunden auf der Uhr mit einem mächtigen Königsangriff konfrontiert. Doch Johannes ist nicht umsonst IM. Er behielt den Überblick und konnte sich in ein Springerendspiel mit drei Bauern gegen Springer retten, das am Ende Remis war. Till hatte wieder eine dieser komplizierten Stellungen, die ich nie verstehen werde. Aber auch diese war anscheinend am Ende Remis. Endstand 6.5:1,5.

Mit drei Siegen in drei Spielen haben wir uns nun an die Tabellenspitze gesetzt. Im nächsten Spiel gegen Heimbach-Weis geht es genauso konzentriert wieder weiter.

1. Mannschaft setzt Siegesserie fort

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