Vierte: Noch alles drin

Zum zweiten Spiel der Aufstiegsrunde ging es nach Bingen und wieder hatte unsere Vierte mit einigen Aufstellungsschwierigkeiten zu kämpfen – am Ende mussten wir sogar das erste Brett freilassen. So standen unsere Chancen in dem Spitzenspiel (Erster gegen Zweiter) von Anfang an nicht besonders gut.

Trotz des frühen Rückstandes (0:1) begann der Mannschaftskampf zunächst gar nicht so schlecht. Annette ließ sich gegen den nominell stärksten Binger Spieler nicht aus der Reserve locken und hielt die Stellung so lange im Gleichgewicht, bis das auch ihr Gegner realisierte (0,5:1,5). Daniel kam mit den schwarzen Steinen ebenfalls gut aus der Eröffnung, ließ sich dann aber zu einem riskanten Bauerngewinn verleiten und bei meinem nächsten Blick auf sein Brett fehlte plötzlich eine Figur (0,5:2,5). Auch Brigitta stand nach der Eröffnung recht solide, verlor im weiteren Verlauf aber leider einen Bauern und konnte dem Vormarsch des gegnerischen a.Bauern nicht mehr genug entgegensetzen (0,5:3,5). Doch noch war nicht alles verloren: Mathis entfaltete einen druckvollen Königsangriff, den sein Gegner nur noch durch die Hergabe seiner Dame abwehren konnte. Den materiellen Vorteil konnte unser Neuzugang sicher verwerten (1,5:3,5). Die Entscheidung im Mannschaftskampf besorgte dann Helmut, der sich gegen den gleichen Gegner wie in der Vorrunde wieder mit einer gedrückten, aber festen (Annette meinte: schrecklichen) Stellung herumschlagen musste, bis er wieder eine Kleinigkeit übersah (1,5:4,5). Für ein am Ende aber doch erträgliches Endergebnis sorgten dann erst Eva,die ihr schönes Positionsspiel erst zu einem materiellen Vorteil verdichtete und dann aufmerksam die letzten Verzweiflungsangriffe ihres Gegners souverän parierte (2,5:4,5), sowie Heinz, der sich im Endspiel so lange verbissen wehrte, bis sein Gegner die Gewinnversuche einstellte (3:5).

Durch diese Niederlage sind wir von der zweiten Mannschaft von Vorwärts Orient Mainz auf den dritten Platz verdrängt worden, haben aber am letzten Spieltag im direkten Duell mit den Mainzern die Chance, wieder auf den zweiten Platz zu klettern, der uns zum Aufstieg in die 1. Rheinhessen-Liga berechtigte.

Vierte: Noch alles drin

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