Viel vorgenommen hatte sich die Vierte für ihren Mannschaftskampf bei der Dritten des Kreuznacher Schachvereins – hatten wir doch die Möglichkeit, uns bereits einen Spieltag vor Abschluss der Vorrunde für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren. Und wir brachten daher auch eine wirklich starke Mannschaft an die Bretter, die DWZ-mäßig auch klar favorisiert war.
Ganz so einfach verlief der Mannschaftskampf aber dann zunächst doch nicht. Nach knapp vier Stunden Spielzeit hatten wir gerade einmal zwei Unentschieden erzielt, nachdem Martin und Nils trotz engagierten Spiels keine Aussicht auf irgendwelche Vorteile generieren konnten. Und Jannik, der zuvor schon ein Remisangebot abgelehnt hatte, fehlte plötzlich eine Figur (für zwei Bauern) und Holgers Stellung konnte einen schon ein bisschen das Fürchten lehren. Helmut blieb es dann vorbehalten, uns in Führung zu bringen, nachdem es seinem Gegner in einem Läufer-Springer-Endspiel gelang, seinen Läufer einsperren zu lassen. Wenig später hatte Jannik dann mit einer starken kämpferischen Leistung und einem hoch aktiven König doch noch das Remis erreicht, weil der gegnerische Springer es nicht geschafft hatte, Janniks Bauernkette in Verlegenheit zu bringen. Als sich unsere Sorgenfalten gerade verziehen wollten, passierte Annette leider ein für sie ganz untypisches Mißgeschick, als sie in komplizierter Stellung zu Recht ein gegnerisches Bauernopfer ablehnte, aber an dem richtigen Läuferzug eine läppische Sekunde zu lange überlegt hatte. Zum Glück hatten wir an den restlichen drei Brettern zwischenzeitlich aber doch einige Vorteile herausspielen können. Zunächst gewann Eva,derenMaterialvorteil stetig anwuchs (erst ein Bauer, dann eine Qualität), ihre Partie sicher, nachdem sie den letzten Pseudo-Angriff Ihres Gegners souverän und mit aktivem Spiel abwehrte. Holgers Gegner nahm durch einen Damentausch etwas Druck aus der Stellung und plötzlich eröffneten sich für Holger neue Perspektiven, die er mit seiner ganzen Routine in einen weiteren Sieg ummünzen konnte. Der Mannschaftskampf war damit entschieden und wir konnten entspannt und auch ein bisschen gespannt zusehen, wie unser Neuzugang Mathis seinen zunächst nur gering erscheinenden Vorteil in einem Damenendspiel zuerst in einen Freibauern am Damenflügel und diesen dann nach einigem Probieren überzeugend in den Partiegewinn ummünzte. Toller Einstand, herzlichen Glückwunsch zu diesem Punkt!
Damit haben wir mit 10:2 Mannschaftspunkten vorzeitig die Qualifikation für die Aufstiegsrunde und liegen punktgleich mit dem SK Bingen auf dem zweiten Tabellenplatz. In zwei Wochen findet dann das ultimative Spitzenspiel gegen die Binger statt.
