Holpriger Start der Vierten mit Happy-End

Schon beim Studium der Mannschaftsaufstellungen wurde klar, dass unser erstes
Saisonspiel bei den Schachfreunden Heimersheim einen intensiven Kampf
versprach. An fast allen Brettern lagen die DWZ-Zahlen nur wenig auseinander, so
dass letztlich die Tagesform entscheiden musste.
Und es fing gar nicht gut an. Nach zwei Stunden stand es 1:1, nachdem sich unsere
beiden Spitzenbretter relativ kurzzügig mit einem Remis zufrieden gaben. Allerdings
nicht ganz unberechtigt; zwar hatten sich Andreas und Helmut mit einer aktiven
Eröffnungsbehandlung jeweils durchaus Perspektiven für den weiteren Spielverlauf
erarbeitet, mussten dann aber bei genauerem Hinsehen erkennen, dass ihre
Stellungen keineswegs so gut waren, wie sie aussahen. In der dritten Spielstunde
kam es dann knüppeldick. Erst musste Eva, die nach eigenen Angaben einen völlig
gebrauchten Tag erwischt hatte und eine Zugfolge in der Eröffnung verwechselte,
erkennbare Stellungsnachteile hinnehmen, die ihr Gegner bald darauf in
entscheidende Materialgewinne ummünzen konnte (1:2). Dann wurde der
Kampfesmut von Martin, der ein frühzeitiges Remisangebot seines Gegners –
durchaus zu Recht – ablehnte, nicht belohnt, weil in einer Angriffspartie mit
vertauschten Rochaden seine Königsstellung sich dann doch als etwas unsicherer
erwies als die seines Gegners (1:3). An den übrigen vier Brettern gaben die
Stellungen aber einiges an Hoffnung her, dass wir den Rückstand vielleicht doch
noch aufholen könnten. Den Anfang machte dann Annette, die – ebenfalls bei
gegenläufigen Rochaden – einen ganz sauberen und schnörkellosen Königsangriff
zelebrierte, gegnerische Störmanöver souverän an sich abtropfen ließ und den
Angriff mit großer Konsequenz zum Sieg verdichten konnte (2:3). Der Ausgleich
gelang Jannik. In einer sehenswerten und fehlerfreien Positionspartie konnte er
langsam immer mehr Druck auf die gegnerischen Stellungsschwächen ausüben,
ohne dabei seinem Gegner auch nur den Hauch von Gegenchancen zu lassen (3:3).
Den Big Point und die Führung im Mannschaftskampf erzielte Ulrike, die seit
wahrscheinlich mehr als 20 Jahren keine Wettkampfpartie mehr gespielt hatte und
einen talentierten Nachwuchsspieler als Gegner hatte, dessen Sieg die
Heimersheimer für sich fest eingeplant hatten. Wirklich bewundernswert, wie Ulrike
präzise auf die gegnerischen Drohungen reagiert hat, zwischenzeitlich immer wieder
Nadelstiche setzten konnte und am Ende ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern
konsequent ins Ziel brachte. Chapeau ! (4:3). Den Sieg konnte dann Theo in einer
ebenfalls sehenswerten Partie sicherstellen. Ein sehr schönes Qualitätsopfer konnte
er zwar wegen Zeitproblemen zunächst nicht einen Gewinn ummünzen, so dass er
(mit Qualitätsnachteil, aber drei Mehrbauern) in ein Endspiel musste, das er erst sehr
beharrlich verteidigen und dann mit seinem aktiven König und einem Bauernopfer
zum Sieg führen konnte (5:3).

Holpriger Start der Vierten mit Happy-End

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