Gegründet 1956, haben sich die Schachfreunde Heidesheim zu einem der erfolgreichsten Vereine in Rheinhessen und zu einem etablierten Verein in Rheinland-Pfalz entwickelt. Mit ca. 70 aktiven Mitgliedern nimmt der Verein am Erwachsenen-, Jugend- und Seniorenmannschaftsbetrieb teil. Von jung bis alt ist alles vertreten.

Im Verein:

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Guter Einstand von Helmut im Senioren-Schach

Nachfolgend ein Bericht von Helmut K.:

 

Als Angehöriger des Jahrgangs 1954 erhielt ich eine Einladung des Deutschen Schachbundes zum Deutschen Senioren-Derby, einem Turnier, an dem nur Männer des Jahrgangs 1954 und Damen des Jahrgangs 1959 teilnehmen können. So traf ich mich Anfang Mai mit 57 Gleichgesinnten (darunter 2  Damen) in der Lüneburger Heide, um mich in einem neunrundigen Turnier mit ausschließlich Gleichaltrigen zu messen (das Los verhinderte letztlich eine Partie gegen eine der beiden Damen). Als Nummer 9 der Setzliste durfte ich zumindest hoffen, mich im Vorderfeld des Turnieres platzieren zu können.

 

Der Start verlief allerdings reichlich holprig. Mit 2 Punkten konnte sich die Ausbeute aus den ersten drei Runden nur auf den ersten Blick sehen lassen. Ein zusammengewürgter Sieg und zwei wenig anspruchsvolle Remis - alles gegen Gegner mit unter 1650 DWZ - waren wahrlich nicht dazu angetan, irgendwelchen Optimismus zu schüren. Ab Runde 4 wurden aber nicht nur die Gegner stärker, sondern glücklicherweise auch mein Spiel deutlich besser. Ein schneller Sieg nach einem positionellen Figuren-Opfer in Runde 4 und ein zugegebenermaßen etwas glücklich zustande gekommener Gewinn in der 5. Runde (Gegner ließ Dauerschach-Möglichkeit aus und überschritt die Zeit, nachdem ich allerdings in der ersten Zeitnotphase meinen bis dahin erreichten Vorteil versemmelte und eine Figur einstellte, wofür ein bis in die zweite Reihe vorgedrungener Bauer zunächst nur ein vage Kompensation darstellte) hievten mich schnell in die oberen  Tabellenregionen. In der sechsten Runde besiegte ich die Nummer 2 der Setzliste, nachdem meine beiden Springer aufopferungsvoll meine etwas löchrige Königsstellung verteidigten und dann noch die  Kraft zu einem Doppelangriff hatten, den mein Gegner nicht mehr parieren konnte. In der siebten Runde hatte ich die ehrenvolle Aufgabe, den alleinigen Spitzenreiter (5,5 aus 6), der in der Runde zuvor den klaren Turnierfavoriten besiegt hatte, wieder einzufangen, was mir in einer Partie  aus einem Guss (jedenfalls für meine Verhältnisse und sicher das Beste, was ich in den  letzten beiden Jahren aufs Brett gebracht habe) auch gelang. Plötzlich war nun ich alleine vorne und fragte mich, warum ausgerechnet dieses Turnier auf neun und nicht - wie sonst häufig - auf sieben Runden angesetzt war. Vielleicht habe ich mir  über diese Frage zu viele Gedanken gemacht; jedenfalls gelang es mir in der achten Runde nicht, in einer intensiven Partie dem einen halben Punkt zurück liegenden Turnierfavoriten ausreichend Paroli zu bieten, so dass die Ordnung an der Tabellenspitze wieder hergestellt  wurde. Trotzdem hatte ich vor der Schlussrunde - auf dem geteilten dritten Platz liegend - immer noch (allerdings reichlich theoretische) Chancen auf Platz 1; nachdem aber klar war, dass die beiden Spitzenreiter sich keine Blöße geben würden und sich erste  Probleme bei der Verwertung meines  sauber erworbenen Mehrbauers abzeichneten, zog ich es vor, mit einem Remis meine gute Platzierung abzusichern. Mit Platz 4 in der Endtabelle, einem DWZ-Zugewinn von 22 Punkten sowie einer ELO-Verbesserung um 17 Punkte war dies jedenfalls kein schlechter Start in das Seniorenschach-Leben.

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