Gegründet 1956, haben sich die Schachfreunde Heidesheim zu einem der erfolgreichsten Vereine in Rheinhessen und zu einem etablierten Verein in Rheinland-Pfalz entwickelt. Mit ca. 70 aktiven Mitgliedern nimmt der Verein am Erwachsenen-, Jugend- und Seniorenmannschaftsbetrieb teil. Von jung bis alt ist alles vertreten.

Im Verein:

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1. Mannschaft marschiert weiter

Sechster Spieltag Oberliga: Heidesheim spielt auswärts gegen Illingen.

 

Nachdem wir die Tabellenführung am letzten Spieltag dank einer phänomenalen Leistung von Elmar gesichert hatten, wollten wir diese heute nicht aus der Hand geben. Dies bedeutete, dass ein Sieg nötig war, da der aktuell Zweitplatzierte einen kampflosen 8-0 Sieg einfahren konnte. Ein Blick auf die Aufstellungen zeigt, dass wir leicht favorisiert in den Kampf gehen. Lediglich Till muss passen, dafür springt Dustin ein.

Und Dustin zeigt direkt, was er kann. Er kommt solide aus der Eröffnung. Sein Gegner strebt zu schnell zu viele Vereinfachungen an. Diese nutzt Dustin, um seinen Entwicklungsvorsprung auszubauen. Nach kurzer Zeit gewinnt er einen Bauern. Dustins Gegner wehrt sich lange, doch im Läuferendspiel werden Dustins Freibauern übermächtig: 1-0. Ein wichtiger Sieg und ein tolles Oberliga-Debüt von Dustin!

Kurze Zeit später gewinnt Annelen: In einer verschachtelten Position kann sie einen Damenflügelbauern ihres Gegners gewinnen. Das Problem von Weiß ist nicht so sehr der Minusbauer, sondern die etwas passive Postierung der weißen Figuren. Im weiteren Verlauf kann ihr Gegner sich ein wenig befreien, stellt dann allerdings in einem schlechteren Endspiel Figur und Partie ein: 2-0.

Michi spielt systematisch auf Einengung des gegnerischen Königsflügels. Seinem Gegner missfällt Michis mächtige Bauernkette, sodass er sie anhebelt. Doch Michis Stellung ist darauf bestens vorbereitet. Er findet das Loch in der schwarzen Befreiungsaktion und kassiert erst einen Bauern auf e6 und später einen weiteren Bauern auf d5. Letztlich sorgen seine zwei Mehrbauern für den Sieg: 3-0.

Johannes legt die Partie ruhig an. In einer Stellung, in der weiteres Abwarten wohl besser wäre, ändert sein Gegner die Bauernstruktur, wodurch Johannes ein schönes Blockadefeld auf d4 bekommt. Der dort postierte Springer startet bald einen Angriff und schwächt dabei die gegnerische Rochadestellung. Trotz der aufkommenden Zeitnot behält Johannes die Partie im Griff und gewinnt im 40. Zug: 4-0.

Sollte das heute etwa ein Kantersieg werden? Gleichzeitig gilt es, die Ruhe zu bewahren, schließlich muss noch mindestens ein halber Punkt her. Manni ist laut Wertungszahl heute der einzige Heidesheimer Underdog. Dennoch setzt er das gegnerische Zentrum früh unter Druck. Doch plötzlich hat sein Gegner einen starken Zentrumsdurchbruch zur Verfügung. Manni gerät in die Defensive und kann sich im Endspiel nicht gegen sämtliche Freibauern des Gegners verteidigen: 4-1.

Erik wird heute mit einer Nebenvariante konfrontiert. Am Anfang steht er vermutlich etwas passiv, kommt aber zunehmend aus seiner Stellung heraus und hat irgendwann das aktivere Figurenspiel. Den vollen Punkt im Blick, geht er in ein Endspiel, wo sein aktiverer Turm ihm scheinbar das bessere Spiel sichert. Doch bei genauerem Hinsehen ist die gegnerische Stellung gut verteidigt. Nach einigen Vereinfachungen entsteht ein Springerendspiel, wo Eriks Bauern schwach werden. Später dann: 4-2.

Doch mit den letzten beiden Partien haben wir noch zwei heiße Eisen im Feuer. Steffen hat eine ruhige Partie gespielt, konnte den Gegner im Mittelspiel aber doch noch vor einige Probleme stellen. In einem Turm-Springer-Endspiel hat Steffen einen soliden Mehrbauern. Doch in Turmendspielen mit Mehrbauern steckt der Teufel oft im Detail, Steffen wählt wahrscheinlich die falsche Variante dieses Endspiels, die ihm nur geringe Gewinnchancen bietet. Mannschaftsdienlich bietet er Remis an und sichert damit den Mannschaftssieg: 4,5-1,5.

Nun spielt also nur noch Elmar. Die verbleibenden Kiebitze spekulieren schon: Ob Elmar wohl eine noch längere Partie als im letzten Mannschaftskampf spielen möchte? Wird er dieses Mal den Rekord für die längste jemals gespielte Turnierpartie knacken? Aus einem strategisch sehr komplizierten Mittelspiel kommt Elmar in ein Endspiel mit Mehrbauer. Doch nach einigen Versuchen wird klar, dass es heute nur zum Remis reichen wird – 5-3. Da daraus keine Partie mit Überlänge wurde, konnte alle Heidesheimer rechtzeitig die Rückfahrt antreten und wurden daher vom ‚Sturmtief Sabine‘ verschont.

Somit bleibt die Erste Mannschaft weiterhin Tabellenführer. Diese Tabellensituation gilt es nun, am nächsten Spieltag zu behaupten.

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