Gegründet 1956, haben sich die Schachfreunde Heidesheim zu einem der erfolgreichsten Vereine in Rheinhessen und zu einem etablierten Verein in Rheinland-Pfalz entwickelt. Mit ca. 70 aktiven Mitgliedern nimmt der Verein am Erwachsenen-, Jugend- und Seniorenmannschaftsbetrieb teil. Von jung bis alt ist alles vertreten.

Im Verein:

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Hoher Sieg und trotzdem Verlierer

Am letzten Spieltag der 1. Rheinland-Pfalz Liga trafen sich alle Mannschaften der Liga in Ludwigshafen.

 

Für die 1. Mannschaft bestand noch ein kleines Fünkchen Hoffnung, Remagen am Ende den Meistertitel und den Aufstieg noch wegzuschnappen. Dafür musste allerdings Remagen gegen den SG Trier II einen Mannschaftspunkt abgeben - gegen Trier hatten wir jedoch im ersten Spiel 7,5:0,5 gewonnen. Und dann mussten wir natürlich erstmal vor der eigenen Treppe kehren und das Spiel gegen den Tabellendritten Pirmasens gewinnen. Die Brettpunkte spielten dabei keine Rolle mehr, da hatten wir uns ein ausreichendes Polster zugelegt.

Wir waren wieder in Stammbesetzung am Brett. Pirmasens brachte zu unserer Überraschung ihren GM mit, musste aber zwei Stammspieler zu Hause lassen. So gingen wir als Favorit in den Mannschaftskampf. Der Mannschaftskampf gestaltete sich sehr zäh. Zwischendurch hatte Christoph die Befürchtung, dass wir mehr den Mannschaftskampf der Remagener verfolgen würden, anstelle auf unser Brett zu achten. Doch diese Befürchtung war unbegründet. Nachdem bis zur Zeitnotphase keine Entscheidung gefallen war, stand es nach der Zeitnotphase innerhalb von 10 Minuten aufeinmal 4,5:0,5 für uns. Till und Andreas hatten wie auch immer die aus meiner Sicht ausgeglichenen Stellungen gewonnen. Steffen bekam für ein Bauernopfer in der Eröffnung ausreichend Kompensation und konnte seinen Gegner schritt für schritt in die Niederlage treiben. Und mein Monsterspringer beherrschte die gegnerische Stellung, so dass ich zwei Bauern einsammeln konnte. Bevor die gegnerische Stellung zusammenzubrechen drohte, gab mein Gegner direkt auf. Da konnte Elmar sich beruhigt mit seinem Gegner auf remis einigen. Da ließ es sich für die anderen drei entspannt spielen. Annelen beschummelte ihren Gegner noch im Damenendspiel und konnte ebenfalls noch einen weiteren halben Punkt einheimsen. Christoph spielte mit großer Routine sein Turmendspiel mit Mehrbauern runter und gewann ebenfalls. Bei einem Spielstand von 6:1 hatte Johannes nur noch den GM vor der Brust. Mit etwas Mehrmaterial, dafür aber komplizierter Stellung, musste er sich noch weitere zwei Stunden quälen.

Und was machte Remagen gegen Trier? Dort hatten die Trierer wieder Erwarten doch schon einige Remisen geholt. Eine Niederlage konnten sie sogar mit einem Sieg am 1. Brett gegen einen Titelträger kompensieren. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Remagener Patzer war zum Greifen nahe. Da das aber für die meisten Spieler zu aufreibend war, genossen einige das schöne Wetter für einen Spaziergang. So mussten sie auch nicht mitansehen, wie die Trierer Spielerin den Remisweg im Turmendspiel nicht fand, der zu einem Mannschaftsunentschieden gereicht hätte.

So war es um 17:15 Uhr amtlich - Johannes hatte seinen gegnerischen Titelträger bezwungen, so das wir am Ende 7:1 die Pirmasenser vom Brett fegten und Remagen hatte sich wie so oft mit einem knappen 4,5:3,5 Sieg über die Zielline katapultiert. Schade, das war spannender als gedacht.

Nichtsdestotrotz blieben uns gleich vier Pokale in der Brettwertung. Andreas, Annelen und Johannes konnten sich den Brettpreis mit 8 aus 9 den Brettmeister sichen. Auch Christoph schnappte sich durch seinen Sieg und Niederlagen seiner Gegner einen weiteren Brettpreis.

Da war nur noch eine Frage offen: gab es jemals eine Saison, bei der 52 Brettpunkte nicht zum Aufstieg reichen? Ich kann mich nicht erinnern. Und das musste ausgerechnet jetzt uns treffen.

Die schlechte Stimmung war jedoch schnell vorabei, da die 1. Mannschaft fast jedes Spiel im Durchschnitt mit 6:x gewonnen hatte. Das war schon eine sehr starke Leistung der Mannschaft. Dann trafen wir uns noch mit ein paar Spielern der 2. Mannschaft anschließend im Wanderheim, um die beiden Vizemeistertitel noch etwas zu feiern.

Nächstes Jahr greifen wir wieder ganz vorne an.

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