Gegründet 1956, haben sich die Schachfreunde Heidesheim zu einem der erfolgreichsten Vereine in Rheinhessen und zu einem etablierten Verein in Rheinland-Pfalz entwickelt. Mit ca. 70 aktiven Mitgliedern nimmt der Verein am Erwachsenen-, Jugend- und Seniorenmannschaftsbetrieb teil. Von jung bis alt ist alles vertreten.

Im Verein:

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Blitz, Heu & Stroh

Am Samstag, den 08.02.2014 machten sich mit Elmar, Johannes, Dirk und mir (Andreas Ha.) vier wackere Heidesheimer auf den Weg zur Rheinland-Pfälzischen Blitzmannschaftsmeisterschaft nach Pirmasens.

 

Nach dem fünften Platz im Vorjahr wurde diesmal der dritte Platz und somit die direkte Qualifikation fürs nächste Jahr anvisiert. Die Startrangliste sah Schott I und Koblenz mit Abstand vorne, danach folgten Landau und wir etwa gleichauf.

Doch schon gleich in der ersten Runde folgte mit einer knappen Niederlage gegen Siershahn der erste Rückschlag. Im nächsten Spiel gegen Schott II konnten wir uns wieder fangen, wobei Elmar mit wenigen Sekunden Erichs König mit seinen Läufern schön aufspiesste und zum Matchwinner wurde (Dieses Motiv motivierte mich am nächsten Tag im Mannschaftsspiel zu einer vergleichbaren Kombination; dazu mehr im Bericht von der ersten Mannschaft).

Weiter ging es mit einem 3,5:0,5-Erfolg gegen Pirmasens I, bei dem Dirk mit einem tollen Turmopfer den gegnerischen König zur Strecke brachte. Dann der erste Hammer: Landau I, unser Konkurrent um den dritten Platz wurde knapp geschlagen. Diesmal konnte Johannes mit einem Remis den Sieg besiegeln. Einem klaren 4:0 gegen Pirmasens II stand das Topspiel gegen den Seriensieger Schott I an, was wir leider klar verloren. Mir gelang es zwar meinen Gegner auszukontern, musste aber im Endspiel ins Remis einwilligen. Anschließend wieder ein hoher Sieg gegen Landau II, dem ein 2:2 gegen Worms folgte, die auch vorne mit dabei waren. Nun stand mit Koblenz der zweite Favorit an. Nachdem ich früh meine Dame eingestellt habe, waren die Vereinfachungsversuche meines Gegners zu meinen Gunsten verlaufen. Ein drohendes Grundlinienmatt kostete ihn dann zuviel Material. Zusammen mit Elmars Sieg haben wir ein respektables 2:2 erreicht und konnten mit klaren Siegen gegen Neustadt (4:0) sowie Mutterstadt (3,5:0,5) die Hinrunde auf Platz 5, aber nur einen Punkt Abstand auf den 2., beenden

Gut gestärkt ging es in die Rückrunde. Diesmal lief es gegen Siershahn besser und Elmar steuerte beim 3:1 ein schönes 15-zügiges Matt bei. Gegen Schott II legten wir mit einem 3,5:0,5 nach, u.a. hatte sich Johannes besser auf die unorthodoxe Spielweise seines Gegners eingestellt. Einem 3:1 gegen Pirmasens I liessen wir ein 2:2 gegen Landau I sowie ein 4:0 gegen Pirmasens II folgen. Nun ging es gegen Schott I, gegen die wir es besser machen wollten, als in der Hinrunde. Und wir machten es besser! Und wie! Nachdem Johannes mit einem Damenopfer den GM und Dirk den IM regelrecht zerlegten, konnten wir Schott I die einzigste Niederlage beifügen und waren hinter diesen auf Platz 2 gestiegen.

Die Freude währte leider nur kurz, denn von diesem Sieg wahrscheinlich noch im Überschwang folgte eine bittere 1:3-Niederlage gegen Landau II, wodurch Landau I wieder zu uns aufschließen konnte.

Danach spielten wir wieder 2:2 gegen Worms und hatten mit Koblenz gleich den nächsten Kracher. Und wieder zündete Johannes ein Feuerwerk gegen einen GM ab und legte den Grundstein für einen 3:1-Favoritensturz. Nach dem 3:1 gegen Neustadt lagen wir vor der letzten Runde Mannschafts- und Brettpunktegleich mit Landau I auf dem 2. Platz. Da dieser Platz zum Nachrücken für die Deutsche Meisterschaft berechtigt „drohte“ der Turnierleiter schon einen eventuellen Stichkampf an. Doch gegen Mutterstadt reichte es nur zu einem knappen Sieg, während Landau I mit 4:0 nichts anbrennen lies (Glückwunsch nochmal von unserer Seite aus).

Somit verfehlten wir am Ende knapp den zweiten Platz, konnten mit dem dritten Platz sehr zufrieden sein, da wir unser Ziel, die Qualifikation fürs kommende Jahr, erreicht haben. Und irgendwie sollte ja noch Luft nach oben sein. Den Siegen gegen die Favoriten standen auch unnötige Niederlagen entgegen. Da müssen wir noch daran arbeiten. Hier die Einzelergebnisse:

Brett 1: Johannes war wieder bärenstark und hat mit 17,5/22 den Brettpreis nur knapp um einen halben Punkt verpasst.

Brett 2: Dirk hat sich auch gegen starke Gegnerschaft behaupten können. Am Ende hat er mit 11,5/22 sein Ziel „Kachi-Kochi“ erreicht.

Brett 3: Elmar hat 15/22 und dabei meist die Big Points in nervenaufreibenden Finishes (u.a. sein Sieg mit 1 Sekunde auf der Uhr) beigetragen.

Brett 4: Mit 13/14 sehr gut gestartet lag mir die Torte dann doch etwas schwer im Magen und so zählte ich am Ende 16/22.

Zu danken sei insbesondere noch dem SC Pirmasens die Ausrichtung und dem Turnierleiter Daniel Hendrich, der jederzeit alles im Griff hatte, so dass wir eine Runde schon selbstständig verfrüht gestartet haben J

Ende? Nicht ganz! Was hat es mit dem Heu & Stroh aus der Überschrift auf sich wird sich der aufmerksame Leser fragen?

Da am nächsten Tag ein „Auswärts“spiel im von Pirmasens nur 30km entfernen Schwarzenbach anstand, haben wir uns entschlossen in der Nähe zu übernachten. So machten wir uns dann auf den Weg ins Hotel, um anschließend den Erfolg beim Abendessen im örtlichen Brauhaus u.a. bei der saarländischen Spezialität „Heu & Stroh“ sowie einigen „Black Stories“ zu feiern. Die Regel „je schlechter die Unterkunft, desto besser das Spiel“ konnten wir zum Glück empirisch nicht bestätigen und so hat jeder von uns nach einer erholsamen Nacht und einem reichlichen Frühstück am nächsten Tag beim knappen Auswärtssieg einen vollen Punkt beigetragen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass uns allen das Wochenende viel Vergnügen bereitet hat und bei Gelegenheit gerne wiederholt werden sollte.

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