Gegründet 1956, haben sich die Schachfreunde Heidesheim zu einem der erfolgreichsten Vereine in Rheinhessen und zu einem etablierten Verein in Rheinland-Pfalz entwickelt. Mit ca. 70 aktiven Mitgliedern nimmt der Verein am Erwachsenen-, Jugend- und Seniorenmannschaftsbetrieb teil. Von jung bis alt ist alles vertreten.

Im Verein:

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Rheinhessische Meisterschaften: Jugendliche räumen ab

Das neue Schachjahr startete wie immer direkt mit einem Höhepunkt.

 

Vom 2.1. bis 5.1.20 fanden die Rheinhessischen Einzelmeisterschaften der Jugendlichen sowie der Dähnepokal im Haus der Jugend in Mainz statt.

Die Heidesheimer waren nicht nur quantitativ, sondern auch insbesondere qualitativ stark vertreten und sorgten für einen regelrechten "Pokalregen".

Den Anfang machte Eva Krannich im Anfängerturnier, das am ersten Tag als siebenrundiges Schnellschachturnier durchgeführt werden. Das Turnier war nichts für schwache Nerven, da eine Partie wirklich erst entschieden war, wenn sie auch zu Ende war. Eva spielte munter drauf los und konnte fünf Runden für sich entscheiden. Das bedeutete der 3. Platz und ihr erster Pokal in der noch jungen Schachkarriere.

Am zweiten Turniertag kamen erst die Spieler der U10 und U12 dazu. Mit Malte Gräßer als Setzlistenerster und David Gärtner als Nummer 4 hatten wir gleich zwei heiße Eisen in der U10 im Feuer. Malte legte los wie die Feuerwehr und konnte die ersten drei Spiele, u.a. das vereinsinterne Duell gegen David gewinnen. In der vierten Runde folgte ein Remis gegen den punktgleichen Setzlistenzweiten, so dass beide vor dem letzten Tag die Tabelle anführten. In der vorletzten Runde hatte Malte einen Durchhänger und verlor überraschend. Er fing sich aber wieder und konnte nach einem Sieg in der letzten Runde sich mit 5,5 Punkten souverän den rheinhessischen Vizemeistertitel sichern. Klasse Leistung! David war trotz Niederlage noch gut im Rennen und konnte die ersten beiden Tage mit 3,5 Punkten und dem 3. Platz abschließen. Am letzten Tag musste er aber krank geschwächt antreten und verlor gleich beide Runden mehr als unglücklich. Am Ende reichte es mit dem 7. Platz für die Qualifikation für die RLP Meisterschaft. Seine erste Rheinhessenmeisterschaft spielte Levi Boos. In dem Teilnehmerfeld mit vielen erfahrenen Jugendlichen konnte er am Brett häufig mitteilen, am Ende schaffte er leider noch keinen Punkt. Das wird aber nächstes Jahr, wenn er nochmal U10 spielen darf, sicherlich besser.

In der U12 war mit Finja Plaumann und Anna Gärtner Mädchenpower angesagt. Finja musste in der ersten Runde sich der Nummer eins der Setzliste geschlagen geben. Danach zündete sie den Turbo und konnte gleich 2,5 Punkte aus drei Runden gegen teilweise stärkere Gegner einsammeln. Aus den letzten drei Runden holte sie noch einen weiteren Punkt, so dass sie am Ende auf starke 50% der Punkte und den 8. Platz kam. Das bedeutete die Qualifikation für RLP - klasse Leistung. Anna hatte sichtliche Startschwierigkeiten und konnte erst in der 4. Runde den ersten Sieg verbuchen. In den letzten drei Runden sammelte sie noch 1,5 Punkte und kam am Ende auf den 14. Platz.

Das Teilnehmerfeld der U14 war qualitativ und quantitativ sehr stark besetzt. Chancen auf eine vordere Platzierung hatten insbesondere Tim Richter, Johannes Alt und Leon Schmid - Johannes Gärtner war im Mittelfeld gesetzt und Paul Boos eher weiter hinten. Nach einem soveränen Sieg in Runde 1 musste Leon eine Niederlage gegen die Nummer eins der Setzliste einstecken. Danach startete er seinen Siegeszug und konnte eine Runde nach der anderen, u.a. die vereinsinternen Duelle gegen Johannes und Paul, auch gegen die Nummer 3 der Setzliste gewinnen. Vor der letzten Runde war er sogar punktgleich mit dem 1. auf Platz 2. In der letzten Runde traf er auf Tim, der bis dahin auch ein sehr starkes Turnier gespielt hatte. Nach zwei souveränen Siegen in den ersten beiden Runden musste er gegen die Nummer 1 der Setzliste ran. In einer taktischen Verwicklung spielte er zu mutig weiter und musste sich geschlagen geben. Nach einem weiteren Sieg schaffte er ein wichtiges Remis gegen einen direkten Konkurrenten und konnte danach sogar die Nummer 2 der Setzliste schlagen. Mit einem halben Punkt weniger als Leon und Platz 3 ging er dann in die letzte Runde gegen Leon. Dort wollten wohl beide nicht viel riskieren und einigten sich auf Remis. Das bedeutete für Leon den herausragenden Vizemeistertitel und für Tim einen unglücklichen - aber trotzdem super - 4 Platz aufgrund der schlechteren Zweitwertung. Johannes Alt spielte ein Turnier mit Höhen und Tiefen. In der ersten Runde entging er mit viel Kampfgeist einer Niederlage und gegen Paul stellte er in glatt gewonnener Stellung die Partie mit zwei verhängnisvollen Zügen ein. Aber er kämpfte sich wieder zurück ins Turnier und gewann die 3. Runde mit einer schönen Partie. Nach einer Niederlage gegen Leon in Runde 4 folgte eine weiterer Sieg. In der vorletzten Runde brachte er den späteren Meister an den Rande einer Niederlage und machte mit wahrscheinlich einer zu großen Portion Respekt Remis. In der letzten Runde wurde er unglücklciherweise nochmal hochgelost und verlor die Partie. Er hätte deutlich mehr als 3,5 Punkte und den 8. Platz verdient. Aber er hat nächstes Jahr noch eine Chance. Johannes Gärtner unterlief in der ersten Runde ein Patzer und verlor. Nach einem Sieg in der 2. Runde folgte ein weiterer Rückschlag. Danach fing sich Johannes und konnte gleich 2,5 Punkte aus drei Runden holen. In der letzten Runde wurde auch er hochgelost und musste sich dem späteren Rheinhessenmeister geschlagen geben. Mit 3,5 Punkten landete er auf dem 10 Platz. Paul spielte ein furioses Turnier. Er startete mit einem Sieg gegen einen deutlich stärkeren Gegner und konnte mit viel Glück auch gegen Johannes A. gewinnen. Nach einer Niederlage in Runde 3 konnte er den nächsten Außenseitersieg erringen. Leider schaffte er es nicht mehr, seine Siegesserie fortzusetzen und beendete das Turnier mit 3 Punkten auf Platz 13. Aber das DWZ Plus von knapp 200 Punkten unterstreicht seine starke Leistung.

In der U16, die ein Rundenturnier spielte, gab es mit Arvin Plaumann eine weitere Titelhoffnung. Gleich in der ersten Runde rang er seinen Gegner in einem schwierigen Endspiel nieder. Danach folgten vier souveräne Siege bis es in der letzten Runde zum Showdown gegen den ebenfalls verlustpunktfreien Landskroner kam. Hier spielte Arvin stark auf und konnte sich mit einem Sieg seinen ersten Rheinhessenmeistertitel sichern. Klasse Leistung. Milena Smentek spielte ebenfalls ein starkes Turnier - sie gewann gegen die beiden schwächeren Gegner locker, verlor gegen die ersten beiden, und hatte gegen die Nummer 3 und 4 zwei Siege auf dem Brett. Leider brachte sie die Partien nicht nach Hause und musste sich mit einem halben Punkt und Rang 5 zufrieden geben. Schade, da war mehr drin.

In der U18 gab es nur 4 Teilnehmer, u.a. Dustin Vogt, der einen ebenbürtigen Gegner hatte. Das Turnier wurde doppelrundig durchgeführt. Gegen die beiden schwächeren Gegnerinnen gewann er sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde souverän. Im direkten Duell behielt er die besseren Nerven und konnte diese Partien souverän gewinnen und sich genauso souverän zum Rheinhessenmeister krönen. Tolle Leistung.

Auch im Dähnepokal waren mit Christian Lantzsch und Erik Förster zwei starke Teilnehmer dabei. Während beide im Achtelfinale freilos hatten, überstanden beide ihre Bewährungsprobe im Viertelfinale ohne große Probleme. Im Halbfinale trafen sie aufeinander, so dass ein Finale mit Heidesheimer Beteiligung gesichert war. Christian behielt die Oberhand, musste sich im Finale jedoch seinem jugendlichen Gegner geschlagen geben. Im Spiel um Platz 3 ging Erik als Sieger vom Platz.

Zwei Rheinhessenmeistertitel, drei zweite Plätze, zwei dritte Plätze und ein fast dritter Platz sind die Ausbeute der Heidesheimer bei den Rheinhessenmeisterschaften. Das ist ein klasse Auftakt für das Schachjahr 2020.

 

 

 

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